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Wie wird eine Füllung gemacht? Arten, Ablauf und Kosten

Jeder kennt sie und der allergrößte Teil der Erwachsenen besitzt welche: Zahnfüllungen. Doch wann braucht ein Zahn eigentlich eine Füllung und welches Material ist dafür am besten geeignet? Ist es wirklich sinnvoll einen Zahn mit einer Füllung zu versorgen oder muss das gar nicht unbedingt sein, solange keine Schmerzen auftreten? Alle Ihre Fragen rund um die Zahnfüllung klären wir für Sie in diesem Artikel.

 

Was ist eine Zahnfüllung?

Eine Zahnfüllung besteht aus künstlichem Material, welches in den Zahn eingebracht wird. Mit Hilfe der Füllung können Form und Funktion des erkrankten Zahnes wiederhergestellt werden und ihn zuverlässig vor weiterer Zerstörung schützen. 

 

Wann ist eine Zahnfüllung notwendig?

Zahnfüllungen sind immer dann notwendig, wenn natürliche, gesunde Zahnsubstanz verloren gegangen ist. Die Ursachen für diesen Substanzverlust sind vielfältig. Der wohl häufigste Grund für die Notwendigkeit einer Zahnfüllung ist Karies. Eine unzureichende Mundhygiene bewirkt die Ansammlung von schädlichen Bakterien auf der Zahnoberfläche. Diese greifen die Zahnsubstanz an und dringen mit der Zeit immer tiefer in den Zahn ein. Weitere Ursachen für die Zerstörung von Zahnhartsubstanz sind zum Beispiel Unfälle, bei denen ein Stück des Zahnes abbricht. Unsere Zahnärztin Judith Büter von MKG PLUS erklärt in einem kurzen FAQ-Video wann wir in unserer Zahnarztpraxis in Münster eine Füllung anfertigen.

 

Warum sollte ich eine Füllung machen lassen?

Eine Füllung schützt den betroffenen Zahn vor weiteren Schäden. Zähne bestehen nicht aus einem einheitlichen Material, sondern sind aus verschiedenen Schichten zusammengesetzt. Die äußere Schicht, der Zahnschmelz ist widerstandsfähig und nicht sensibel – anders als das darunter liegende, deutlich weichere Dentin. Das Dentin oder auch Zahnbein, reagiert bei direktem Kontakt auf äußere Reize, wie Kälte und Hitze, aber auch auf süße oder saure Speisen und Getränke empfindlich. Im Regelfall ist das Dentin durch den darüber liegenden Schmelz gut geschützt. Freiliegendes Dentin verursacht jedoch unangenehme Empfindungen und ist durch seinen reduzierten Mineralgehalt im Gegensatz zum Zahnschmelz deutlich anfälliger für die Zerstörung durch Bakterien.

 

Es sollte daher nicht ungeschützt äußeren Einflüssen ausgesetzt werden. 

Ist nur die obere Schicht, der Zahnschmelz, angegriffen, sollte dieser Schaden dennoch versorgt werden. Durch eine Füllung wird die widerstandsfähige Schutzschicht über dem empfindlichen Dentin vergrößert und schützt die gesunde Zahnhartsubstanz vor schädlichen, Karies verursachenden Bakterien.

Jedoch stellen nicht nur Bakterien eine Gefahr für einen vorgeschädigten Zahn dar. Ein geschwächter Zahn ist zudem anfälliger für einen Bruch durch Überbelastung durch Kauen oder Knirschen und sollte daher entsprechend versorgt werden.

Nicht zuletzt gilt es, den ästhetischen Aspekt zu berücksichtigen: Ein gesundes Gebiss trägt zu einem gepflegten äußeren Gesamtbild bei. Vor allem im sichtbaren Bereich der Frontzähne ermöglichen optisch vorteilhafte Füllmaterialien aus Komposit die naturgetreue Wiederherstellung verloren gegangener Zahnhartsubstanz.

 

Was kann passieren, wenn ich mich gegen die Versorgung des Schadens entscheide?

 

Entscheiden Sie sich gegen eine Versorgung Ihres bereits angegriffenen Zahns, kann sich je nach vorhandenem Schaden dieser schnell vergrößern. Eine oberflächliche Karies kann sich so weit in die Tiefe ausdehnen, bis sich schließlich der Zahnnerv im Inneren entzündet. 

In diesem Fall ist schließlich eine einfache Füllung zur Versorgung des Defekts nicht mehr ausreichend und eine Wurzelkanalbehandlung ist erforderlich, um den betroffenen Zahn zu retten. Insofern gilt es – gerade bei Karies – Schadensbegrenzung zu betreiben, die erkrankte Substanz zu entfernen und den Zahn mit einer Füllung zu schützen. 

 

Welche Füllungsmaterialien stehen zur Auswahl?

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Füllungswerkstoffen, die verschiedene Anwendungsbereiche sowie auch Vor- und Nachteile haben.

 

Amalgam

Amalgam ist ein zusammengesetzter Werkstoff aus verschiedenen Metallen. Das Material ist gut formbar und nach der Aushärtung sehr stabil und langlebig. Amalgam haftet nicht an der Zahnsubstanz selbst sondern nur durch Verkeilung, weshalb es nur in unterschnittigen Löchern genutzt werden kann. Die Versorgung des Zahnes mit Amalgam erfordert daher eine eher großzügige Beschleifung. In manchen Fällen muss dafür über die Entfernung erkrankter Zahnsubstanz hinaus unnötig viel gesunde Substanz geopfert werden. Weitere Aspekte sind die aufwendige Verarbeitung, die unvorteilhafte metallische Farbe und die gesundheitlichen Bedenken aufgrund des Quecksilberanteils. Amalgam wird aus den oben genannten Gründen immer seltener als Füllungswerkstoff verwendet, nicht zuletzt da es mittlerweile bessere Alternativen gibt. In unserer Zahnarztpraxis MKG PLUS in Münster bieten wir keine Amalgamfüllungen an.

 

Komposit

Komposit- oder auch Kunststofffüllungen sind das wohl am häufigsten verwendete Füllungsmaterial. Sie haben den großen Vorteil, dass sie zahnfarben sind und durch verschiedene Farbtöne sehr genau an ihr Umfeld anzupassen sind. Mit Hilfe des blauen Lichts der Aushärtungslampe wird die Füllung im Zahn verfestigt. Kompositfüllungen kommen daher häufig im sichtbaren Bereich der Schneide- oder Eckzähne zum Einsatz. Nachteilig ist die reduzierte Belastbarkeit im Vergleich zu anderen Materialien. Kompositfüllungen haben grundsätzlich eine lange Lebensdauer, müssen jedoch häufiger als Füllungen aus Keramik, Gold oder Amalgam erneuert werden.

 

Zement

Füllungswerkstoffe aus Zement finden in vielen Bereichen Anwendung und können als temporäre Versorgung, als Unterfüllung oder für die Befestigung von Kronen oder Brücken verwendet werden. Sie werden aus einem Pulver und einer Flüssigkeit angerührt und erhärten anschließend. Je nach Einsatzort bestehen sie aus unterschiedlichen Zusammensetzungen und sind daher sehr vielfältig. Durch ihre reduzierte Festigkeit eignen sie sich jedoch nicht als dauerhaftes Füllungsmaterial.

 

Wann wird eine provisorische Füllung gemacht und welches Material eignet sich hier?

 

Bei provisorischen Füllungen werden Materialien verwendet, die temporär den Zahn schützen jedoch nicht für den dauerhaften Einsatz geeignet sind. 

Bestehende Löcher im Zahn können vorübergehend verschlossen werden, bis die Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden kann, wie es der Fall bei einer Wurzelkanalbehandlung ist. Bei einer Behandlung über mehrere Sitzungen ist es wichtig, den Zahn vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Keimen zu schützen, weshalb für den temporären Verschluss der Öffnung bis zur nächsten Behandlungseinheit eine provisorische Füllung zum Einsatz kommt. Füllungen auf Zeit kommen beispielsweise bei der Anfertigung  von Inlays zum Einsatz. In der Zeit, in der der Zahntechniker die dauerhafte Versorgung herstellt, muss das freiliegende Dentin vor äußeren Reizen geschützt werden. Nicht zuletzt ist es häufig aus ästhetischen Aspekten erforderlich, eine Zwischenversorgung anzufertigen, da ein Zahn im sichtbaren Bereich behandelt wird. Ein typischer Werkstoff für eine provisorische Füllung ist ein dentaler Zement.

 

Wie lange hält eine Füllung?

 

Die Lebensdauer von Füllungen ist individuell abhängig von der Größe und Lage der Füllung sowie vom verwendeten Füllungsmaterial. Je ausgedehnter der Schäden ist und je größer entsprechend die Füllung ausfällt, desto geschwächter ist der Zahn bereits. Ein entscheidender Punkt ist zudem die eigene Zahnpflege, um der Entstehung von Karies an Füllungsrändern vorzubeugen.

 

Die Alternative zur Füllung: das Inlay

 

Eine Alternative zur direkt hergestellten Versorgung in Form einer Füllung ist das Inlay. Die herkömmliche Füllung wird aus plastischem Material direkt vor Ort gefertigt. Bei einem Inlay wird zunächst ein Abdruck erstellt und auf Grundlage dessen im zahntechnischen Labor die individuelle, indirekte Versorgung gefertigt.

Auch hier können verschiedene Materialien zum Einsatz kommen, in vielen Fällen wird Keramik oder auch Gold verwendet. 

 

Füllung oder Inlay?

 

Prinzipiell gilt das Inlay als die hochwertige und langlebige Versorgung. Anders als Kunststoff, der während der Verarbeitung minimal schrumpft, ist ein Keramik- oder Goldinlay formstabiler und liefert durch seine genaue Passung eine sehr präzise dem Zahn angepasste Versorgung. 

Ist der zu versorgende Schaden nur minimal, ist die Anfertigung eines Inlays jedoch nicht sinnvoll.  Der Nachteil der Inlayversorgung ist der erhöhte Aufwand. Während eine Füllung in einem Termin gelegt werden kann, erfordert eine indirekte Versorgung mindestens zwei Besuche in unserem Fachzahnarzt Zentrum in Münster. Gerade im Seitenzahnbereich, wo die Restauration einer höheren Druckbelastung ausgesetzt ist, sollte ein Inlay jedoch als weitere Option in Betracht gezogen werden. Die wohl größten Vorteile von Keramik- und Goldversorgungen sind die deutlich erhöhte Lebensdauer und die exakte Passung im Vergleich zu einer Kunststofffüllung.

 

Behandlungsablauf einer Füllung

 

Stellen wir bei der Routineuntersuchung der Zähne oder bei Anfertigung eines Röntgenbildes einen Defekt an Ihren Zähnen fest, informieren wir Sie zunächst über die Notwendigkeit einer Füllung. Aufgrund der Größe und Art des Schadens sowie unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Wünsche wählen wir anschließend ein geeignetes Füllungsmaterial aus. Handelt es sich bei dem Defekt um Karies, muss zunächst vollständig die erkrankte Zahnsubstanz mit Hilfe eines Schleifkörpers entfernt werden. Dabei wird sorgfältig die kariöse Hartsubstanz des Zahnschmelzes und bei Bedarf ebenfalls in der darunter liegenden Schicht, dem Zahnbein (Dentin), abgetragen.

Das entstandene Loch wird gesäubert und anschließend vorsichtig getrocknet. Gerade bei Kompositfüllungen ist es wichtig, Feuchtigkeit vom Zahn vor Einbringen des Füllmaterials fernzuhalten. Zur Unterstützung werden hier häufig seitlich des Zahnes Watterollen in den Mund eingebracht.

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Je nach verwendetem Füllungsmaterial unterscheidet sich die Vorbereitung des Zahnes zur Aufnahme der Füllung.

Wird der Zahn mit einer Kompositfüllung versorgt, muss die Oberfläche zunächst mit einer speziellen Säure leicht aufgeraut und einem Haftvermittler vorbehandelt werden. Diese Vorbehandlung ermöglicht einen besseren Verbund zwischen Zahn und Füllungsmaterial und sorgt somit für einen längere Lebensdauer der Füllung. Wird ein Defekt versorgt, der im direkten Kontakt zu einem Nachbarzahn steht, kommt vor dem Einbringen des Füllmaterials zusätzlich eine sogenannte Matrize zum Einsatz. Dieses Hilfsmittel aus Metall oder dünnem Kunststoff verhindert, dass die beiden benachbarten Zähne durch das Füllungsmaterial miteinander verklebt werden. Geschieht dies, ist keine Pflege der Zwischenräume mehr möglich. Kompositfüllungen müssen zusätzlich mit einer speziellen Lampe gehärtet werden, während andere Materialien ohne Licht aushärten. 

 

Nach Aushärtung des Materials wird die Höhe der Füllung kontrolliert. Mit Hilfe eines dünnen Farbpapiers können störende Vorkontakte aufgedeckt und anschließend mit dem Schleifkörper gezielt an der Füllung abgetragen werden.

Nach dem Glätten und Polieren ist die Füllung fertig.

 

Mögliche Probleme und Nebenwirkungen

 

Wie bei jeder zahnärztlichen Therapie bleibt ein Restrisiko, dass Schmerzen fortbestehen oder eine erhöhte Sensibilität auf Wärme, Kälte oder Druck auftritt. Etwaige Beschwerden klingen meist einige Zeit nach der Behandlung von selbst wieder ab. Sollten diese Probleme jedoch anhalten, bitten wir Sie, sich erneut in unserer Zahnarztpraxis in Münster vorzustellen.

 

Die Pflege eines gefüllten Zahnes

 

Die Füllung stabilisiert und schützt den Zahn, jedoch ist die restliche Zahnsubstanz nicht automatisch vor der erneuten Entstehung von Karies geschützt. Ein gefüllter Zahn sollte ebenso sauber gehalten werden, wie der natürliche Zahn, um zu verhindern, dass sich Bakterien ansiedeln, die Karies verursachen können. 

Putzen Sie Ihre Zähne daher zweimal täglich für mindestens drei Minuten und nutzen Sie Hilfsmittel, wie Zahnseide oder Interdentalbürstchen, zur Pflege der Zahnzwischenräume. Eine im Abstand von sechs Monaten durchgeführte professionelle Zahnreinigung vervollständigt eine bestmögliche Zahnpflege. Trotz optimaler Pflege halten Zahnfüllungen leider nicht ewig und können mit den Jahren rissig, porös oder undicht werden. Es ist daher ratsam, in regelmäßigen Abständen in unserer Zahnarztpraxis überprüfen zu lassen, ob die Versorgungen noch intakt sind oder erneuert werden müssen.

Wer trägt die Kosten?

 

Die Kosten für die Versorgung eines Zahnes mit einer Füllung trägt grundsätzlich die Krankenkasse. Jedoch bestehen bezüglich der Art des Füllungsmaterials gewisse Vorgaben, sodass nicht für jedes Material die vollen Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Die Krankenkassen übernehmen die vollständigen Kosten für die Versorgung mit den Füllungswerkstoffen Zement oder Amalgam. Im sichtbaren Bereich zahlen die Krankenkassen zusätzlich Kompositfüllungen, während dies nicht auf den Seitenzahnbereich zutrifft. Gerne beraten wir Sie in unserer Zahnarztpraxis in Münster persönlich zu einem geeigneten Füllungsmaterial und den entstehenden Kosten. 

 

Ist die Behandlung schmerzhaft?

 

Eine Füllungstherapie in unserer Zahnarztpraxis MKG PLUS ist nicht mit Schmerzen für Sie verbunden. Das Einbringen des Füllungswerkstoffes selbst bereitet generell keine Schmerzen. Bevor eine Füllung angefertigt werden kann, muss in einigen Fällen im Vorfeld mit Hilfe eines Bohrers kariöse Zahnsubstanz aus tieferen Schichten des Zahns abgetragen werden. Sollte es notwendig sein, das sensible Dentin mit dem Schleifkörper zu bearbeiten, machen wir dies unter Einsatz einer örtlichen Betäubung. Auf diese Weise haben Sie keine Schmerzen bei der Behandlung.

 

Interessen Sie sich für erweiterte Möglichkeiten der angst- und schmerzfreien Behandlung? 

In unserem Fachzahnarzt Zentrum in Münster bieten wir außerdem Behandlungen in Lachgassedierung, oraler Sedierung oder sogar Vollnarkose an. Die einfühlsame Behandlung von Angstpatienten gehört ebenfalls zu unseren Schwerpunkten. Gerne beraten wir Sie persönlich bei MKG PLUS.

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