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Zur entspannten Zahnarztbehandlung mit Lachgas

Haben Sie schon immer von einer entspannten, schmerz- und angstfreien Zahnarztbehandlung geträumt? Dann lesen Sie sich unseren Artikel zum Thema Zahnarztbehandlung mit Lachgas durch.

Lachgas oder auch Distickstoffmonoxid (NO2) ist ein farbloses und geruchloses Gas. In der Zahnmedizin kam es bereits 1844 das erste Mal bei der Extraktion eines Zahnes zum Einsatz. In anderen Ländern ist die Verwendung von Lachgas deutlich weiter verbreitet als hier, jedoch bieten auch in Deutschland immer mehr Praxen zahnärztliche Behandlungen in Lachgassedierung an. Nicht ohne Grund erfreut sich Lachgas zunehmender Beliebtheit. Der Einsatz bietet dem Patienten viele Vorteile.

 

Wie wirkt Lachgas im Körper?

Der genaue Wirkmechanismus von Lachgas ist bislang nicht bekannt. Lachgas wird über die Lunge eingeatmet und dort an das Blut abgegeben. Seine Wirkung entfaltet es dann im zentralen Nervensystem. Es ist bekannt, dass es im Körper so gut wie nicht verstoffwechselt und zu 99 % direkt wieder abgeatmet wird.

 

Welche Empfindungen löst Lachgas aus?

Lachgas wirkt beruhigend, entspannend und angstlindernd. Möglicherweise auftretender Würgereiz wird durch das Lachgas unterdrückt und das Zeitgefühl verschwimmt. Dadurch wird die Behandlung als kürzer empfunden, als sie tatsächlich ist. Der Patient baut positive Erinnerungen an die zahnärztliche Behandlung auf. Auf diese Weise können in Zukunft Ängste vor dem nächsten Zahnarztbesuch vermieden werden.

Während der gesamten Sedierung bleibt der Patient wach und ansprechbar, befindet sich allerdings in einer Art gelöstem Schwebezustand. Er bekommt trotz der Sedierung alles mit und ist somit zu jeder Zeit Herr der Situation. Die Sorge vor einem Kontrollverlust ist daher unbegründet. 

 

Wann und bei wem wird Lachgas eingesetzt?

Viele Patienten haben Angst vor zahnärztlichen Behandlungen. Hier bietet Lachgas eine gute Möglichkeit, ihnen die Furcht vor der Behandlung zu nehmen und in einen Entspannungszustand zu versetzen.

Lachgas kann theoretisch bei jeder Art von Behandlung zum Einsatz kommen und ist für Angstpatienten fast jeden Alters eine Option. Die Voraussetzungen für eine kindliche Lachgassedierung sind ausreichende Kooperationsbereitschaft und die Fähigkeit längere Zeit durch die Nase zu atmen.

Es gibt nur wenige Beschränkungen, bei welchen Patienten keine Lachgassedierung vorgenommen werden darf. Dazu gehören beispielsweise Patienten mit der obstruktiven Lungenerkrankung COPD, einer Mittelohrentzündung oder Patienten, bei denen kürzlich bestimmte Operationen am Auge vorgenommen wurden.

 

Wie läuft eine Lachgassedierung ab?

  • Überprüfung des Blutdrucks

Vor der Behandlung wird zunächst der Blutdruck gemessen und während der Dauer der Sedierung der Puls und die Sauerstoffsättigung des Blutes fortwährend mit einem Pulsoxymeter überprüft.

  • Auswahl der Nasenmaske

Im nächsten Schritt wird eine für den Patienten optimal passende Maske ausgewählt. Häufig darf der Patient eine für ihn angenehme Duftrichtung aus einer Auswahl aussuchen. Anschließend setzt der Patient selbst die Maske auf seine Nase.

  • Einleitung der Sedierung

Bei einer Lachgassedierung wird dem Patienten niemals reines Lachgas zugeführt, sondern immer eine Mischung aus Sauerstoff und Lachgas. Das Mischverhältnis lässt sich an der Apparatur, dem Flowmeter, einstellen. Eine Lachgaskonzentration von mehr als 70 % einzustellen, ist nicht möglich. Zu Beginn wird der Patient kurze Zeit mit 100 % Sauerstoff beatmet, bevor der Lachgasanteil langsam in 10 %-Schritten erhöht wird. Bei Kindern ist eine sogenannte Blitzeinleitung möglich: Es kann direkt mit der Beimischung von Lachgas gestartet werden. Nach jeder Erhöhung wird etwas abgewartet, das Feedback des Patienten eingeholt und nach Bedarf die Konzentration weiter gesteigert. Normalerweise genügt eine 30 bis 50%ige NO2-Konzentration, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.

  • Lokale Betäubung

Erst wenn sich die Wirkung des Lachgas entfaltet, wird bei Bedarf zusätzlich eine Lokalanästhesie gesetzt. 

  • Behandlung

Fühlt der Patient sich entspannt und gelöst, kann die Behandlung beginnen. Sollte der Effekt nachlassen oder nicht ausreichen, ist eine Erhöhung des Lachgasanteils zwischendurch möglich. Während der gesamten Behandlung wird die Maske aufbehalten und kontinuierlich weiter Lachgas eingeatmet.

  • Ausleitung

Nach Abschluss der Behandlung wird der Lachgasanteil am Gasgemisch langsam wieder herunterreguliert. Bevor die Maske abgesetzt wird, wird der Patient noch einige Minuten mit reinem Sauerstoff beatmet, um sicherzugehen, dass sämtliches Lachgas den Körper verlassen hat und die Wirkung vollständig abgeklungen ist. Fühlt sich der Patient dazu bereit, darf er aufstehen und die Praxis verlassen. Dieser Zustand meistens bereits nach einigen Minuten erreicht.

 

Wie sicher ist eine Lachgassedierung?

Die Lachgassedierung gilt als sehr sicher und gehört in vielen Ländern schon zur absoluten Standardbehandlung. In der Zahnmedizin werden nur gesundheitlich unbedenkliche Konzentrationen verwendet. Moderne Lachgasgeräte haben eine Sperrung, die verhindert, dass dem Gasgemisch mehr als 70 % Lachgas zugefügt werden. Dadurch ist eine Überdosierung durch den Behandler unmöglich. Bei der fachgerechten Anwendung treten die wenigen bekannten Nebenwirkungen nur äußerst selten auf.

Dazu gehören Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder vorübergehende Benommenheit.

Schwerwiegende Komplikationen sind aufgrund der geringen Konzentration auszuschließen.

 

Was ist der Unterschied zu anderen Sedierungen oder zur Vollnarkose?

Im Unterschied zur Vollnarkose wird der Patient während der Lachgasbehandlung nicht künstlich beatmet und erfordert daher keinen zusätzlichen Anästhesisten, der die Narkose überwacht. Aus diesem Grund birgt die Lachgasbehandlung nicht die üblichen Risiken, die eine Vollnarkose mit sich bringt. Eine Lachgassedierung kann von einem Zahnarzt durchgeführt werden. Der Patient ist im Gegensatz zur Vollnarkose oder zur Sedierung mit Dormicum während der gesamten Behandlung bei vollem Bewusstsein. Ein weiterer großer Unterschied besteht darin, dass die Praxis nach der Behandlung ohne Begleitung unverzüglich verlassen werden darf und der Patient bereits nach kurzer Zeit voll verkehrstüchtig ist. Die Lachgassedierung stellt die leichteste und sanfteste Form der dentalen Sedierung dar.

 

Braucht man trotz der Lachgassedierung eine örtliche Betäubung?

Die reine Schmerzausschaltung kann Lachgas nicht übernehmen. Daher erhält der Patient nach der Einleitung der Lachgassedierung trotzdem eine lokale Betäubung, wenn die Behandlungsmaßnahme auch unter normalen Umständen eine Lokalanästhesie erfordert.

Einige Patienten haben vor der Betäubungsspritze mehr Angst, als vor der eigentlichen Behandlung. Die vorausgehende Lachgassedierung hilft dem Patienten sich zu entspannen. So wird die Injektion des Lokalanästhetikums kaum noch wahrgenommen und als unproblematisch empfunden.

 

Wie viel kostet eine Lachgasbehandlung?

Eine Lachgasbehandlung ist eine reine Privatleistung und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Die Kosten für eine Lachgassedierung richten sich nach der Dauer der Behandlung. Üblich sind etwa 60 bis 80 Euro pro 30 Minuten. Dauert die Behandlung länger oder werden mehrere Termine in Lachgassedierung durchgeführt, wird es unter Umständen günstiger.

 

Zum Abschluss die Vorteile einer Lachgassedierung auf einen Blick:

Die sicherste Form der dentalen Sedierung mit dem geringsten Nebenwirkungsprofil

✓ Verminderung von Ängsten und Stress (ideal für Angstpatienten)

✓ Das Schmerzempfinden wird reduziert

✓ Unterdrückung von Würgereiz

✓ Schneller Wirkungseintritt

✓ Keine Auswirkungen auf die Atmung, die Organe oder das kardiovaskuläre System

✓ Sie behalten das volle Bewusstsein während der Behandlung

✓ Nahezu direkte Einsatzfähigkeit nach der Behandlung 

✓ Schlechte Erinnerung an zahnärztliche Behandlungen können durch neue, positive Erlebnisse abgelöst werden 

 

Sind noch Fragen offen geblieben?

Unsere Zahnärztinnen und Zahnärzte sind zertifizierte Anwender der Lachgassedierung und informieren Sie gerne über die Behandlungsmöglichkeiten in unserer Zahnarztpraxis MKG Plus in Münster.

 

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