
Zahnarztangst bei Jugendlichen: Warum frühe Belastungen eine Rolle spielen können

Zahnarztangst ist bei Jugendlichen kein seltenes Thema. Manche vermeiden Termine, andere gehen zwar hin, sind aber innerlich stark unter Stress.
Eine aktuelle Studie aus Norwegen macht deutlich: Belastende Erfahrungen in der Kindheit können damit zusammenhängen, ob Jugendliche später Angst vor zahnärztlichen Behandlungen entwickeln.
Was sind belastende Erfahrungen in der Kindheit?
Damit sind Situationen gemeint, die Kinder über längere Zeit stark belasten können, zum Beispiel:
- wiederkehrender Streit oder Überforderung in der Familie
- Gewalt oder Vernachlässigung
- Mobbing
- andere belastende Ereignisse, die Sicherheit und Vertrauen erschüttern
Was hat die Studie untersucht?
In der Young-HUNT4-Erhebung wurden 5.882 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren befragt. Mehr als die Hälfte berichtete mindestens eine belastende Erfahrung. Ein kleiner, aber wichtiger Teil der Jugendlichen gab Zahnarztangst an.
Das Ergebnis in einfachen Worten:
- Jugendliche mit belastenden Erfahrungen berichteten häufiger Zahnarztangst als Jugendliche ohne solche Erfahrungen.
- Je mehr verschiedene belastende Erfahrungen genannt wurden, desto häufiger trat Zahnarztangst auf.
- Der Zusammenhang war bei Mädchen deutlicher als bei Jungen.
Was kann dahinterstecken?
Eine Behandlung ist für viele Jugendliche ungewohnt: Geräusche, Nähe, still liegen, den Mund offen halten. Wer in seinem Leben häufiger Stress erlebt hat, reagiert in solchen Situationen manchmal stärker. Das kann sich wie Kontrollverlust anfühlen. Oft können Jugendliche das nicht genau erklären. Umso wichtiger ist ein Umgang, der Sicherheit gibt.
So begleiten wir Jugendliche bei MKG Plus in Münster
Bei MKG Plus achten wir bei jungen Patientinnen und Patienten besonders auf eine ruhige Atmosphäre und klare Abläufe. Gerade bei Angst oder starker Anspannung helfen die folgenden Maßnahmen häufig:
- Schritt für Schritt erklären: Was passiert als Nächstes und warum?
- Zeit für Fragen: Ohne Hektik.
- Planbarkeit: Wir sagen, wie lange etwas dauert und was man spüren könnte.
- Pausen nach Bedarf: Kurze Unterbrechungen sind jederzeit möglich.
- Stoppsignal: Die Patientin oder der Patient kann jederzeit ein Zeichen geben. Unsere Patienten behalten immer die volle Kontrolle, was gerade bei Angstpatienten äußerst wichtig ist.
Wer Angst hat, darf das offen sagen, am besten schon bei der Terminvereinbarung. Dann können wir uns darauf einstellen und den Termin entsprechend gestalten.
Die komplette Studie finden Sie hier: https://link.springer.com/article/10.1186/s12903-025-06486-1
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